Auf dieser Seite finden Sie die neuesten Informationen aus dem Museum und vom Förderverein..

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Kulturelle Abende

Wegen des derzeitigen Infektionsgeschehens konnten die für den Frühling 2021 geplanten kulturellen Abende nicht stattfinden.

Alle Referenten haben jedoch zugesagt, dass sie ihre Vorträge gerne zu einem späteren Zeitpunkt nachholen werden. 

Nana Nauwald wird uns mit der Bedeutung des Musizierens für die Verbindung mit geistigen Welten in verschiedenen Kulturen vertraut machen, der Archäologie Dr. Frank Andraschko mit den Spuren, die die Langobarden in Europa hinterlassen haben.  Gespannt sein kann man auch auf einen Vortrag des Bezirksarchäologen Dr. Mario Pahlow, der mit den neuesten regionalen Forschungsergebnissen vertraut ist. 

Wir hoffen sehr, dass wir im Herbst wieder zusammen kommen, die Vorträge hören und sehen und uns darüber austauschen können. 


Spannende Funde in Adendorf und Bardowick

Während die Corona-Pandemie verhindert, dass wir zur Zeit archäologische Funde im Museum bestaunen können, geht die Arbeit der Archäologen weiter. Gerade in letzter Zeit sind in unserer näheren Umgebung spannende Funde gemacht worden. Die Landeszeitung berichtete darüber.

Oft gibt die Ausweisung eines neuen Baugebiets Anlass für neue Grabungen - wie in Adendorf, wo ein Hobby-Archäologe am Papageienweg fündig wurde, was einen sofortigen Stopp der dortigen Erschließungsarbeiten zur Folge hatte. In Absprache mit dem Bezirksarchäologen 

Dr. Mario Pahlow machten sich Mitarbeiter des Büros für Angewandte Archäologie (AGIL) und der Universität Hamburg Anfang Januar an die Arbeit. Was sie fanden, gibt Hinweise darauf, dass ein Stück Adendorfer Geschichte neu geschrieben werden muss. Als knapp 800 Jahre alt galt das Dorf bislang. 1252 wurde es zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Nun gehen Mario Pahlow und Frank Andraschko davon aus, dass der Beginn der Adendorfer Geschichte um weitere 800 Jahre nach vorne verlegt werden muss. Verschiedene teilweise sehr gut erhaltene Funde weisen darauf hin, dass es bereits um 400 nach Christus hier ein Dorf gegeben hat : ein Brunnen aus gespaltenen Eichenbohlen und kunstvoll verzierte Scherben.

Besonders spannend seien die vielen unterschiedlichen Schichten, mit denen man es in Adendorf zu tun habe. Es gebe sogar Hinweise darauf, dass es schon vor 2000 Jahren hier ein germanisches Dorf mit Häusern, Werkstätten und Brunnen gegeben habe. 

Auch in Bardowick versetzten neue Funde die Archäologen in in Begeisterung. Besonders spektakulär ist ein bronzenes Ortband aus dem 11. Jahrhundert, der Beschlag an der Scheide eines Schwerts. Ortbänder dieser Form seien im 10. und 11. Jahrhundert vor allem auf der schwedischen Insel Gotland und im Bereich der Kiewer Rus verbreitet gewesen, typisch für Schwerter der östlichen Wikinger. Aber Waffen von Wikingern seien in Bardowick nicht unbedingt zu erwarten. Überhaupt ist Bardowick ein Ort, der archäologisch erst in den letzten Jahren genauer unter die Lupe genommen wird. Dabei wird immer deutlicher, wie bedeutend der Ort schon im frühen Mittelalter gewesen sein muss. 

Wer Genaueres über die wechselvolle Geschichte von Bardowick erfahren möchte, dem sei der Vortrag von Dr. Marion Pahlow empfohlen, den er am 01.03. online gehalten hat. Über den folgenden Link ist auf er YouTube zu hören und zu sehen.

https://www.youtube.com/watch?v=xxddw4deUM8&pbjreload=101





Blick in die Totenstatt per virtueller Brille

Förderverein des Archäologischen Museums Oldendorf/Luhe hat auch im nächsten Jahr einiges vor

 Von Marcel Baukloh

 

Oldendorf/Luhe. Einiges trotz schwieriger Zeit schon bewegt und umgesetzt – und noch jede Menge vor. So fasst Thomas Rund sein erstes Jahr als Vorsitzender des Fördervereins des Archäologischen Museums in Oldendorf/Luhe zusammen. „Ich denke, wir alle im Verein haben als Team die gestellten Herausforderungen und Aufgaben für unser Museum ganz gut bewältigt“, sagte er lobend. Ein Fazit, das Thomas Rund in diesen Tagen im Normalfall vor Mitgliedern und Vorstandskollegen bei der alljährlichen Hauptversammlung gezogen hätte. Doch aufgrund der Corona-Pandemie-Bestimmungen findet diese und weitere Vorstandssitzungen erst wieder im neuen Jahr statt.

 

Thomas Rund übernahm den Posten im November 2019 von Erika Marbs-Cornils, die das Amt zehn Jahre lang ausgeübt hatte. Außerdem wurden vor einem Jahr als neue stellvertretende Vorsitzende Hans-Jürgen Helms und Jan Harder in den Vorstand gewählt. Sie ersetzten Christel Wegener und Detlef Ress. Schriftführer wurde Volker Schulz, der sein Amt zum 31. Dezember aber wieder abgibt. „Dafür suchen wir jetzt einen Nachfolger, ansonsten bleibt die Vorstands-Crew an Bord“, sagte Thomas Rund. 2021 will das Museum wieder Gruppenführungen durch die Oldendorfer Totenstatt und Museumsbesuche ermöglichen. Geplant sind auch wieder ein Sommer- und Herbst-Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche, Wanderungen, Fahrradtouren und die kulturellen Abende. „Die Veranstaltungen sind bei den Teilnehmern sehr gut angekommen“, freute sich Thomas Rund.  

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt in 2021 bildet für den Verein die Oldendorfer Totenstatt. In einem Großprojekt mit Mitstreitern und Experten aus Universitäten, Behörden und Kommunen soll dort die Infrastruktur neu aufgebaut werden. „Die Besucher sollen mit aktuelleren Informationen versorgt und noch besser geleitet werden“, sagte Thomas Rund. Im Museum selbst soll Platz geschaffen werden für die Einrichtung „virtuelle Brille“, über die die Besucher mit neuester Technik spannende Einblicke über die Totenstatt erhalten können. Ferner will der Verein spezielle Totenstatt- und Museumsführer ausbilden, neue Mitglieder werben und einen Museumgarten anlegen. „Wir hoffen, dass wir von unseren Vorhaben viel umsetzen können“, so der Vorsitzende.

Bildunterschrift: Thomas Rund, Hans-Jürgen Helms und Jan Harder (von links) bilden den Vorstand des Fördervereins. Foto: vbm

 


 






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